Andere
Medizin
Im Rahmen klinischer Untersuchungen werden gelegentlich Haare oder Fingernägel, aber auch Knochen und Gewebe auf Schwermetalle untersucht. Da in der Regel nur geringe Mengen solcher Proben zur Verfügung stehen, ist nach einem nasschemischen Aufschluss die Konzentration oft zu gering, um noch zuverlässige Ergebnisse erzielen zu können. Mit solid AA® können derartige Untersuchungen deutlich vereinfacht werden, da eine geringe Probenmenge, meist 0,1 - 0,5 mg, direkt analysiert werden kann. Der vorherige Aufschluss und die damit verbundene Verdünnung entfallen, so dass die Nachweisempfindlichkeit bezogen auf die Originalprobe deutlich gesteigert wird.
Petrochemie |
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Rohöl und die darin enthaltenen Fraktionen sind oft schwer zu mineralisieren, da sie sowohl sehr reaktive als auch sehr stabile Bestandteile enthalten. Die dabei einsetzbare Probenmenge ist gering, da während des Aufschlusses ein hoher Druck erzeugt wird. Dem entsprechend können Elementspuren oft nur noch mit großem analytischen Aufwand bestimmt werden. Beispielhaft sind hier die Elemente Nickel und Vanadium zu nennen, die als Katalysatorgift wirken und die Korrosion von Anlagenteilen fördern und meist im unteren mg/kg Bereich bestimmt werden müssen. Rohöl und ähnliche Proben können mit solid AA® ohne jegliche Vorbereitung direkt analysiert werden. Zusätzlich bietet die direkte Feststoffanalyse den Vorteil, dass auch flüchtige organische Verbindungen wie Nickel- und Vanadylporphyrine in ihrer Originalform bestehen bleiben. So können mit der Feststoff- AAS selektiv flüchtige und thermisch stabile Elementverbindungen bestimmt werden, was nach einer Mineralisierung nicht mehr möglich ist. |
![]() Signalintensität für Nickel und Vanadium in Rohöl bei verschiedenen Pyrolysetemperaturen.
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Anwendungsbeispiele
| Gewebe, Leber, Niere |
Cd, Pb |
| Haare, Fingernägel | Hg, As, Se, Pb, Cd, Si |
| Blut (auf Filterpapier) | Pb |
| Erdöl | Ni, V, Cd, Pb, Cr |
| Katalysatoren | Fe, Cu, Pd, Pt, Rh, Pb, Co, Na |

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